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Dibutylzinnlaurylmercaptid

Katalysator und Stabilisator für die Kunststoffherstellung

Dibutylzinnlaurylmercaptid (auch als DBTLM abgekürzt) ist eine zinnorganische Chemikalie, die bei Raumtemperatur flüssig ist und eine gelbliche Farbgebung hat. Die Verbindung kann empfindlich auf Luft oder Hitze reagieren und ist unlöslich in Wasser.


Name

Dibutylzinnlaurylmercaptid

Formel

C32H68S2Sn

BNT Produktname

BNT-CAT 490

Synonyme


Dibutyl bisdodecyl thiostannane
Dibutylzinn bis(lauryl mercaptid)
di-n-butylbis(dodecylthio)Zinn
DBTLM

Wirtschaftliche Bedeutung von Dibutylzinnlaurylmercaptid

Eingesetzt wird Dibutylzinnlaurylmercaptid vor allem als Katalysator und Stabilisator. So werden verschiedene polyurethanbasierte Systeme durch DBTLM katalysiert, zum Beispiel für Zwei‑Komponenten-Klebstoffe oder -Dichtmassen, in denen er die Geschwindigkeit der Aushärtung beeinflussen kann.

Auch für die Herstellung von Schaumstoffen aus Polyurethan, die widrigen Witterungsbedingungen trotzen müssen, ohne dabei zu vergilben oder sich zu schnell abzunutzen, kann Dibutylzinnlaurylmercaptid genutzt werden. Der Schaum wird produziert, indem ein Reaktionsgemisch in erhitzbaren Formen aufgeschäumt wird und erstarrt. Damit das Material bereits während der Formung die gewünschten Eigenschaften erhält, ist eine spezielle Katalysatorkombination nötig. Verfahren dieser Art werden für leichte und strapazierfähige Teile beim Bau von Möbeln oder Fahrzeugen genutzt.

Weitere Beispiele bietet das Kunststoffrecycling und die Formulierung von Fluoreszenzverstärkermitteln, die z. B. in der Röntgentechnik Anwendung finden.

Doch ist DBTLM nicht nur katalysierend, sondern wirkt auf andere Materialien stabilisierend, weswegen es als Stabilisierungsmittel für Polyvinylchloride (PVC-Kunststoffe) benötigt wird.

Transport und Lagerung

Dibutylzinnlaurylmercaptid-Behälter sollten trocken, dicht und verschlossen gehalten werden und sich an einem gut gelüfteten und kühlen Ort befinden. Sofern eine bestimmungsgemäße Handhabung und Lagerung gegeben sind, sollten keine Zersetzungserscheinungen auftreten. Für mindestens 6 Monate ist die Verbindung dann mindestens haltbar. Eine thermische Zersetzung tritt ab 228 °C ein. Hitze und direkte Einstrahlung der Sonne sollten vermieden werden.