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Dioctylzinnoxid

Veresterungs-, Umesterungs- und Polykondensationskatalysator

Dioctylzinnoxid ist eine zinnorganische Verbindung – ein amorphes, weißes Pulver, das fast kristallin erscheint. In organischen Lösungsmitteln ist es nur schwer löslich, in Wasser gänzlich unlöslich. Meist wird es als DOTO abgekürzt, aus dem Englischen Dioctyltinoxide.

Verwendung findet Dioctylzinnoxid als Stabilisator und als breit einsetzbarer Katalysator, vor allem für Veresterungsreaktionen, Umesterungsreaktionen und Kondensationsreaktionen. Es ist geringfügig weniger reaktiv als Dibutylzinnoxid, unterliegt aber nicht so vielen regulatorischen Restriktionen, weswegen es zunehmend häufiger genutzt wird. Natürlich gibt es dennoch Sicherheitsstandards, die eingehalten werden müssen. Einsatzgebiete und Charakteristika sind weitestgehend äquivalent, doch mit leicht veränderten Verarbeitungszeiten.


Name

Dioctylzinnoxid

Formel

C16H34OSn

Synonyme




Dioctyl (oxo) Zinn
Dioctyl Oxostannan
Dioctyloxozinn
Di-n-octylzinnoxid
Oxodioctylstannan
DOTO

Dioctylzinnoxid in Lacken und Beschichtungen

Wirtschaftliche Bedeutung hat die Eignung von Dioctylzinnoxid zur Katalyse von Aushärtungsprozessen in verschiedenen Lacken und Beschichtungen, vor allem in der Automobilindustrie. Diese wird etwa für die kathodische Elektrotauchlackierung von Bauteilen genutzt, die in Großserie gefertigt werden oder anspruchsvolle Geometrien aufweisen. Während des Prozesses wird die Oberfläche der Werkstücke mit einer hauchdünnen Grundierung überzogen, die Schutz vor Korrosion oder Schäden durch physische Einflüsse bietet. Auch für alltägliche Anwendungen wie Malerlacke oder Ölfarben können DOTO-Katalysatoren verwendet werden.

Dioctylzinnoxid wird außerdem als Härtungskatalysator in Polyurethan-Lacken angewendet, in Systemen auf Silikonbasis, in Polyester- und Alkydharzen, wo es Hochtemperatur-Umesterungsreaktionen unterstützt, die beispielsweise bei der Herstellung von Beschichtungsharzen vorkommen. Bei vielen Bodenbeschichtungen ist der Einsatz von Dioctylzinnoxid ebenfalls möglich.

DOTO in der Oleochemie

Ähnliche Aufgabe übernehmen Dioctylzinnoxid -Katalysatoren in der Oleochemie: die Katalyse von Umesterungsreaktionen für tensidische Ester, Schmiermittelester oder Fettsäureester. Ebenso wie Dibutylzinnoxid ist DOTO hier breit einsetzbar.

Für Bindemittel

Bindemittel, wie zum Beispiel Fettsäureester, (siehe Oleochemie) können mit Hilfe von DOTO als Umesterungskatalysator hergestellt werden. Sie unterstützen die Polymerbildung für eine breite Palette von Endanwendungen aus Alkydharzen, Polycarbonaten, Silikonen und Polyurethanen, aus denen z. B. Schaumkunststoff-Formteile hergestellt werden, die besonders dort zu finden sind, wo widerstandsfähige Materialien gefragt sind. Es vernetzt Polyester-Systeme, die in glasfaserverstärkten Kunststoffen, für Carbon oder Laminate gebraucht werden. Isolierende Gießharze für elektronische Bauteile sind ein weiteres Beispiel.

Diese Aufgaben übernimmt Dioctylzinnoxid genauso wie Dibutylzinnoxid, jedoch mit geringfügig niedrigerer Aktivität, was längere Verarbeitungszeiten vor der Aushärtung der verschiedenen Kunststoffsysteme ermöglicht. Ebenso profitiert man von einer vergleichsweise niedrigeren Toxizität, sodass die Verwendung mit weniger Auflagen möglich ist.

Weitere Anwendungen

Dioctylzinnoxid ist genau wie das DBTL überaus vielseitig einsetzbar, nicht nur aufgrund seiner katalytischen Wirkung. Es ist auch ein Zwischenprodukt der Chemischen Industrie, aus welchem andere Chemikalien synthetisiert werden.

Als Lichtstabilisator für Polyvinylchloride (PVC) hilft es, Kunststoffprodukte noch langlebiger zu machen: Sie werden nicht spröde und sind gegen Witterungseinflüsse beständiger.

Produktvarianten

Dioctylzinnoxid wird in zwei verschiedenen Varianten angeboten: Als Pulver und als Feuchtpulver.

BNT Produktname

Produktvariante

Kurzform

BNT-CAT 510

Dioctylzinnoxid

DOTO

BNT-CAT 515

Dioctylzinnoxid feucht

DOTO wet

Transport und Lagerung

BNT-CAT 510 kommt in Fiber-Trommeln in den Versand, die mit PE-Inliner ausgekleidet wurden. Als Lagerort sollten trockene Räume dienen. Sofern die Lagerung in verschlossener Originalverpackung erfolgt, ist eine Mindesthaltbarkeit von 6 Monaten gegeben, ohne dass die Qualität beeinträchtigt wird.